Standing Ovations und feuchte Augen der Rührung
bei Jubiläumskonzert 10 Jahre Chordirektor ADC Frank Ewald
Immer wieder brandete in der voll besetzten Fürther TV-Halle begeisterter
Applaus auf und am Ende bedankte sich das Publikum mit Standing Ovations und
rhythmischem Klatschen für ein außergewöhnliches musikalisches
Ereignis. Anlässlich des zehnjährigen Dirigentenjubiläums von
Chordirektor Frank Ewald präsentierte der Gesangverein Frohsinn Lörzenbach
ein Chor- und Solistenkonzert, das höchsten Ansprüchen genügte.
In dem zweistündigen Programm unterstrichen die 40 Sänger
aus dem Fürther Ortsteil, dass sie sich unter der engagierten Leitung
von Frank Ewald zu einem Männerchor entwickelt haben, der Chorliteratur
höchsten Niveaus zu meistern vermag und den Vergleich mit den Spitzenchören
der Region nicht zu scheuen braucht. Beleg dafür sind beste Benotungen
und Auszeichnungen bei Gesangswettbewerben, bei denen der Frohsinn immer
wieder mit Chorwerken der höchsten Schwierigkeitsstufe zu überzeugen
vermag.
Das Publikum war am Samstagabend sichtlich beeindruckt von dem Leistungsvermögen
des Lörzenbacher Chors. Ein volles und dank perfekter Synchronität
der Stimmen sehr harmonisches Klangbild, bestens differenzierte Dynamik
von ruhigen und getragenen Piano-Passagen bis hin zu kraftvollen, ja
stürmischen, aber dennoch nie überbordenden Forte- und Fortissimo-Teilen
und nicht zuletzt eine klare und akzentuierte Aussprache sorgten dafür,
dass die Zuhörer hingerissen waren.
Mittendrin der Jubilar des Abends, Chordirektor ADC Frank Ewald, der
mit seinem engagierten und klaren Dirigat jenseits überflüssiger
Theatralik seinen Chor sicher und souverän durch die Chorwerke führte.
Geadelt wurde das Konzert schließlich von Tenor Stefan Ehmann und
seinem kongenialen Begleiter am Klavier, Klaus Jehlicka. Mit seiner kraftvollen
Stimme und perfekter Intonation riss der Solist die Zuhörer immer
wieder mit und rührte deren Herzen.
Das abwechslungsreiche Programm trug seinen Teil zum Gelingen des Abends
bei. Der Frohsinn demonstrierte damit die ganze Bandbreite seines Leistungsvermögens,
das von traditioneller bis hin zu moderner und anspruchsvoller Chorliteratur
reicht. Mit deutschen, aber auch internationalen Volksweisen wie "Ich
ging emol spaziere" oder das weltberühmte "La Montanara" schaffte
der Chor einen gelungenen Einstieg in das Konzert. Schwungvolle Werke
wie "Der Tanzbodenkönig" oder "Der Jäger aus
Kurpfalz" wechselten sich auf kurzweilige Weise ab mit anspruchsvollen
Stücken wie bei dem "Philantropen und Zyniker" aus dem "Antiphonarium
profanum" von Franz Tischhauser.
Ergriffen lauschte das Publikum vor allem auch bei den zwischen den
Darbietungen des Männerchors eingestreuten Auftritten von Ehmann
und Jelicka. Schon mit dem Klassiker "Ein Lied durch die Welt" zogen
die beiden die Zuhörer in ihren Bann, um mit dem "Wolgalied" aus
Franz Lehars "Zarewitsch" für Gänsehautatmosphäre
zu sorgen, bei der so mancher Gast feuchte Augen der Rührung bekam.
Unter dem Motto Spirituals und Ohrwürmer aus der Welt der Operette,
Film und Musical stand der zweite Programmblock des Abends. Hatte das
Publikum schon zuvor nicht mit herzlichem Beifall gespart, wurden die
Darbietungen von Chor und Solisten immer begeisterter gefeiert. Spätestens
bei "The drummer and the cook" gab es offenen Szenenapplaus,
als der Chor punktgenau eine Pause vor den Schlussakkorden setzte. Der
donnernde Beifall galt dabei besonders auch Chorsolist Armin Eitel. Einen
würdevollen Schlusspunkt der Solo-Darbietungen setzten Ehmann und
Jelicka dann vor allem mit den unvergesslichen Evergreens "O sole
mio" und "Granada", bei denen der Tenor sein ganzes Stimmvolumen
zur Geltung brachte. Zum absoluten Höhepunkt wurde schließlich
das Finale, in dem Chor, Solist und Pianist gemeinsam das Publikum mit "Can"t
help falling in love" und "Halleluja" zu Jubelstürmen
rissen. Die vehementen Zugabe-Rufe blieben nicht unerhört und mit
dem "Trinklied" und dem durch die "Flying Pickets" zum
Welthit gewordenen "Only you" sorgten die Protagonisten des
Abends für einen stimmungsvollen Abschluss eines außergewöhnlichen
Konzerts und hinterließen ein restlos begeistertes Publikum.
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