Archiv: Herbstball, Abschied von Karlheinz Schardt, Jahreshauptversammlung 2005
   
Amerika-Reise überstrahlt alles (Bericht MM 27.10.2005)
 
SCHRIESHEIM: Viel Gesprächsstoff beim Herbstfest der „Lyra"
Zum festen Bestandteil geselligen Vereins-
lebens des MGV „Lyra" Schriesheim ge-
hört seit vielen Jahren der Herbstball. Bei
dezenter Hintergrundmusik saßen die Sän-
ger an den herbstlich dekorierten Tischen
im Hotel „Adler" zusammen, plauderten
und zeigten sich weder bei den kulmari-
schen Genüssen noch bei den edlen heimi-
schen Tropfen als Kostverächter.
Alleinunterhalter Stefan Bried spielte
zum Tanz auf, und tatsächlich schwangen
einige Sänger mit ihren Ehefrauen das
Tanzbein. Dass sich Schriesheim im Bür-
germeisterwahlkämpf befindet, das muss-
ten an diesem Abend auch die politisch
Desinteressiertesten erkennen. Alle Kandi-
daten mischten sich unter die Feiernden.
Weniger die Wahlprogramme der Kandi-
daten, als vielmehr die unvergessliche
Tournee und die erfolgreichen Auftritte im
Land der unbeschränkten Möglichkeiten
waren das Gesprächsthema an diesem
Abend. „Das Wetter war einfach toll. Wir
hatten Temperaturen um die 30 Grad",
schwärmte Peter Kraft. Die Befürchtung,
dass sich die Formalitäten am Zoll unver-
hältnismäßig lange hinziehen, war unbe-
gründet. „Alles verlief zügig und reibungs-
los". Faszinierend und überwältigend für
ihn und die Gruppe waren die Wolkenkrat-
zer und die breiten Straßen, auf denen noch
weit in die Nacht hinein das pralle Leben
pulsiert. „Wir sind am Vormittag gelandet,
haben uns ins Hotel begeben und sind dann
gleich zu einer Stadtrundfahrt aufgebro-
chen." Es war alles so aufregend, dass kei-
ner etwas von Müdigkeit gespürt habe. Nur
das amerikanische Frühstück: „Das war
schon sehr gewöhnungsbedürftig, und erst
das Bier!" Das wurde so eiskalt serviert,
dass sich am Rand des Glases das Eis ange-
setzt habe, lachte er. „Für uns alle war der
Besuch der Niagarafälle einfach überwäl-
tigend." Aber auch die Begegnung mit dem
Verband der in Kanada lebenden Donau-
schwaben war sehr herzlich: „Daraus ent-
standen Freundschaften." Diese Reise wird
noch viel Gesprächsstoff bieten.
Höhepunkt des Herbstballs: die Ehrun-
gen. Sechs Jahre regelmäßig anwesend wlar
Karlheinz Menges, 14 Jahre Franz Weber,
16 Jahre Richard Grimmer, 18 Jahre Peter
Kraft, 19 Jahre Bruno Amier, 21 Jahre He-
ribert Erdmann, 29 Jahre Werner Held,
nicht mehr zu zählende Jahre: Robert
Blümmel und Georg Döringer. greg
Bericht von Herbert Weber, 16.11.2005  
Abschied
von unserem Sangesbruder und Ehrenmitglied Karlheinz
Schardt nahmen wir am vergangenen Mittwoch. Unter der Lei-
tung von Erich Scnmitt umrahmten wir die Trauerfeier mit den
drei Wunschliedern "Ich bete an die Macht der Liebe", "Tebje
Pojem" und "Sancta Maria". Werner Held ging bei seinem
Nachruf auf das vorbildliche Verhalten von Karlheinz beim
Chorprobenbesuch ein. Fehlte er doch in seiner 48-jährigen
Sängertätigkeit nur wenige Proben, die er aus beruflichen oder
gesundheitlichen Gründen nicht besuchen konnte. Zum Dank
senkte sich die Vereinsfahne über seinen Sarg, die er selbst
mehr als zwei Jahrzehnte stolz für den Verein getragen hat. Er
wird uns stets in Erinnerung bleiben und wir werden ihm ein
stetes Gedenken bewahren.
 
   
Jahreshauptversammlung 17.11.2005
Mit dem "Bierlied" eröffnete der Chor am vergangenen Don-
nerstag die Versammlung. Heißt es doch so treffend im Text:
" Des Abends um halb sieben gehen wir zum Männerchor. Wir
ü ben dort zwei Stunden lang im Bass und im Tenor."
Werner Held begrüßte die Anwesenden, stellte die satzungsge-
mäße Einberufung der Versammlung und die Beschlussfähig-
keit fest. Sodann erhob man sich von den Plätzen, um der Ver-
storbenen des abgelaufenen Sängerjahres zu gedenken.
Nun war unser Protokoller Michael Amier an der Reihe. Bravou-
rös ließ er das Vereinsgeschehen des letzten Jahres noch ein-
mal Revue passieren. Karlheinz Reinhard konnte von einem fast
ausgeglichenen Kassenbestand berichten, wodurch dann auch
der Vorstandschaft eine einstimmige Entlastung gewährt
wurde. Da keine weitere Aussprache zu den Jahresberichten
gewünscht wurde, konnte man mit dem nächsten Tagesord-
nungspunkt, den Wahlen, fortfahren.
Zur Wahl standen der Posten des 2. Vorsitzenden und zusätz-
lich der des Pressewarts, da Theo Windisch aus gesundheitli-
chen Gründen das Amt vorzeitig abgeben muss. Lieber Theo,
herzlichen Dank für deine langjährige gute Pressearbeit.
Wir alle wünschen dir baldige Genesung, damit wir dich wieder
in unseren Reihen als Sänger begrüßen können.
Auch unser seitheriger 2. Vorstand Peter Schneider erklärte,
dass er aus privaten Gründen für das Amt nach 16 Jahren nicht
mehr zur Verfügung stehen wird. Werner Held bedauerte diese
Entscheidung, bedankte sich ganz herzlich für die sehr gute
Zusammenarbeit mit seinem "Vize" und gab der Hoffnung Aus-
druck, dass er sich auch weiterhin für den Verein einsetzt, wenn
er gebraucht wird.

Bei der anschließenden Wahl konnte Franz Weber für dieses
Amt gewonnen werden, der von der Versammlung mit großer
Mehrheit gewählt wurde.
In seiner kurzen Antrittsrede versprach er, sich voll und ganz
für die Belange des Vereins einzusetzen und so die wenigen
Unentschlossenen noch zu überzeugen. Gleichzeitig mahnte er
aber auch die Disziplin und den fairen Umgang untereinander
an, die in letzter Zeit doch ein wenig zu wünschen übrig ließ
und doch die ganzen Jahre das Aushängeschild der "Lyra" war.
Nun stand die Wahl des Pressewarts an. Ich danke der Ver-
sammlung für das einstimmige Wahlergebnis und freue mich
auf die gute Zusammenarbeit mit meinem ebenso eindeutig
gewählten Stellvertreter Martin Diehl. Peter Schneider wurde
dann noch als neuer Kassenprüfer für den turnusmäßig aus-
scheidenden Jürgen Bischofberger gewählt. Somit waren die
Wahlen abgeschlossen und man ging zum letzten Tagesord-
nungspunkt über. Nach der Vorstellung des Terminkalenders
gab es noch eine rege Diskussion in Sachen Sängerwerbung,
die dann zum Ergebnis hatte, dass sich eine erweiterte Arbeits-
gruppe mit diesem Thema befasst und dann ihre Vorstellungen
an die Vorstandschaft heranträgt. Der Terminkalender wird je-
dem Mitglied wieder schriftlich mitgeteilt. Mit dem Lied "Wein-
paradies" beendeten wir die Versammlung.
Am vergangenen Sonntag konnten wir wieder eine große Zuhö-
rerschaft beim Basar der katholischen Frauengemeinschaft mit
unseren Liedern "Oh Herr, welch ein Morgen", Solist Hanspeter
Erdmann, "Untreue", "Sah ein Knab ein Röslein stehn" und "In
froher Runde" erfreuen. Mit viel Applaus wurden wir von den
Zuhörern verabschiedet.
Ein "neuer" Pressewart
Herbert Weber